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Recht & DSGVO
Modul

Recht & DSGVO

Rechtliche Grundlagen für Affiliates

Erklärung

Affiliate Marketing ist legal – aber es gibt Regeln, die du kennen und einhalten musst. Unwissenheit schützt nicht vor Strafen. Die gute Nachricht: Die Basics sind nicht kompliziert, und wenn du sie einmal eingerichtet hast, musst du dich kaum noch darum kümmern. Die wichtigsten rechtlichen Bereiche für Affiliates in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind: 1. Impressumspflicht: Jede geschäftlich genutzte Website und jedes Social-Media-Profil braucht ein Impressum. In Deutschland regelt das seit 14. Mai 2024 § 5 DDG (Digitale-Dienste-Gesetz), das insoweit an die Stelle des früheren § 5 TMG getreten ist. Das gilt auch für Instagram, TikTok & Co. Ein fehlendes Impressum kann Abmahnungen nach sich ziehen. 2. Kennzeichnungspflicht: Affiliate-Links müssen als Werbung gekennzeichnet werden. Formulierungen wie 'Anzeige', 'Werbung' oder 'Affiliate-Link' sind üblich. Auf Social Media: '#Werbung' oder '#Anzeige' am Anfang des Posts. 3. Gewerbeanmeldung: Ab dem ersten Euro Einnahmen bist du grundsätzlich gewerbepflichtig. In Deutschland meldest du ein Kleingewerbe beim Gewerbeamt an. 4. Kleinunternehmerregelung (§ 19 UStG, Neufassung durch das Jahressteuergesetz 2024 zum 1. Januar 2025): Wer im Vorjahr höchstens 25.000 € Umsatz erzielt hat und im laufenden Jahr voraussichtlich 100.000 € nicht überschreitet, kann die Kleinunternehmerregelung nutzen. Umsätze sind dann von der Umsatzsteuer befreit; die alte 22.000-€-Grenze gilt nicht mehr. 5. Steuerpflicht: Affiliate-Einnahmen sind einkommensteuerpflichtig. Führe von Anfang an ein einfaches Einnahmen-Ausgaben-Buch. HINWEIS: Dies ist keine Rechtsberatung. Genaue Pflichten, Grenzen und Beträge ändern sich regelmäßig – konsultiere bei Unsicherheiten einen Anwalt oder Steuerberater. Stand: 2026.

Strategie

Richte alle rechtlichen Grundlagen EINMAL richtig ein, bevor du startest. Das dauert 1–2 Stunden und schützt dich vor teuren Abmahnungen. Schritt-für-Schritt: 1. Gewerbeanmeldung durchführen (Online oder beim lokalen Gewerbeamt) 2. Impressum erstellen (Impressums-Generator nutzen, Angaben gemäß § 5 DDG) 3. Impressum auf allen Plattformen verlinken 4. Datenschutzerklärung erstellen (Datenschutz-Generator nutzen) 5. Affiliate-Links konsequent als Werbung kennzeichnen 6. Einfache Buchhaltung starten (Excel oder Tool wie sevDesk) Pro-Tipp: Lege monatlich einen Teil deiner Einnahmen für Steuern zurück. Wie viel sinnvoll ist, klärst du am besten mit einem Steuerberater. Stand: 2026 · Keine Rechtsberatung.

Beispiel

Instagram-Bio: Link zu einer Seite mit Impressum (z. B. 'meinname.de/impressum') Instagram-Post mit Affiliate-Link: '#Werbung | Ich nutze dieses Tool seit 3 Monaten und es hat mir geholfen, meine Prozesse zu verbessern. Hier ist mein ehrliches Review … [Affiliate-Link in Bio]' Impressum (Minimum, Angaben gemäß § 5 DDG): Max Mustermann Musterstraße 1 12345 Musterstadt E-Mail: max@example.com Gewerbeanmeldung: Musterstadt, Nr. 12345 Kleinunternehmer gemäß § 19 UStG (Neufassung ab 1.1.2025).

Häufige Fehler

Die häufigsten rechtlichen Fehler: 1. Kein Impressum haben (häufigster Abmahngrund!) 2. Affiliate-Links nicht als Werbung kennzeichnen 3. Kein Gewerbe anmelden und hoffen, dass es niemand merkt 4. Einnahmen nicht versteuern 5. DSGVO ignorieren 6. Fremde Bilder/Musik ohne Lizenz verwenden Abmahnkosten können schnell 1.000-5.000€ betragen. Die 2 Stunden für die korrekte Einrichtung sind die beste Investition, die du machen kannst.

Aktionsschritt – Mach das jetzt!

Erstelle heute dein Impressum mit einem kostenlosen Impressums-Generator (z.B. e-recht24.de). Verlinke es in allen deinen Social-Media-Profilen. Falls noch nicht geschehen: Melde dein Gewerbe an.

DSGVO für Affiliates

Erklärung

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gilt seit Mai 2018 und betrifft jeden, der im EU-Raum personenbezogene Daten verarbeitet – also auch dich als Affiliate. Was bedeutet das konkret? • Wenn du eine E-Mail-Liste aufbaust, verarbeitest du personenbezogene Daten • Wenn du Tracking-Cookies nutzt (z.B. Facebook Pixel), brauchst du eine Einwilligung • Wenn du eine Landing Page betreibst, brauchst du eine Datenschutzerklärung • Affiliate-Tracking-Cookies fallen ebenfalls unter die DSGVO Die wichtigsten Prinzipien: 1. Transparenz: Erkläre, welche Daten du sammelst und warum 2. Einwilligung: Hol dir die Zustimmung, bevor du Daten verarbeitest 3. Datensparsamkeit: Sammle nur, was du wirklich brauchst 4. Double Opt-in: Bei E-Mail-Listen ist ein Bestätigungs-Link Pflicht Die gute Nachricht: Die meisten E-Mail-Marketing-Tools (MailerLite, GetResponse, etc.) haben DSGVO-konforme Formulare und Double-Opt-in bereits eingebaut. Du musst es nur aktivieren.

Strategie

DSGVO-Compliance in 5 Schritten: 1. Datenschutzerklärung erstellen: Nutze einen Generator wie datenschutz-generator.de. Füge sie auf deiner Website/Landing Page hinzu. 2. Cookie-Banner einrichten: Wenn du Tracking nutzt (Facebook Pixel, Google Analytics), brauchst du ein Cookie-Consent-Tool. Cookiebot oder Borlabs Cookie sind gute Optionen. 3. E-Mail-Marketing DSGVO-konform machen: Double Opt-in aktivieren. In jeder E-Mail einen Abmeldelink haben. Aufzeichnen, wann und wie die Einwilligung gegeben wurde. 4. Auftragsverarbeitungsverträge (AVV): Schließe mit jedem Tool-Anbieter, der Daten für dich verarbeitet, einen AVV ab. Die meisten Tools bieten das in den Einstellungen an. 5. Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten: Dokumentiere, welche Daten du wo und warum verarbeitest. Klingt kompliziert, ist aber eine simple Tabelle.

Beispiel

Deine DSGVO-konforme Landing Page: • Datenschutzerklärung im Footer verlinkt • Cookie-Banner beim ersten Besuch • E-Mail-Formular mit Checkbox: 'Ich stimme der Datenschutzerklärung zu' • Double-Opt-in: Nach Eintragung → Bestätigungs-E-Mail → Erst nach Klick auf den Link wird die Person zur Liste hinzugefügt • Jede E-Mail hat: Absender-Info + Abmeldelink So sieht die Checkbox aus: ☑ Ja, ich möchte den kostenlosen Guide erhalten und willige in die Verarbeitung meiner Daten gemäß der Datenschutzerklärung ein. Ich kann mich jederzeit abmelden.

Häufige Fehler

Häufige DSGVO-Fehler: 1. Keine Datenschutzerklärung auf der Landing Page 2. Kein Double-Opt-in bei der E-Mail-Liste 3. Keinen Abmeldelink in E-Mails 4. Cookie-Tracking ohne Einwilligung 5. Daten an US-Dienste übertragen ohne angemessene Schutzmaßnahmen 6. Keine AVVs mit Tool-Anbietern geschlossen Bußgelder können theoretisch sehr hoch sein. Für Einzelpersonen und Kleinunternehmer sind es in der Praxis meist Abmahnungen mit Kosten von 500-3.000€. Trotzdem: Besser von Anfang an richtig machen.

Aktionsschritt – Mach das jetzt!

Erstelle eine Datenschutzerklärung mit datenschutz-generator.de. Aktiviere Double-Opt-in in deinem E-Mail-Marketing-Tool. Prüfe, ob alle deine Formulare eine Datenschutz-Checkbox haben.

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